Corporate Governance Bericht

Über die Corporate Governance bei KUKA berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex („CGK“) wie folgt:

Verantwortungsvolle und transparente Corporate Governance ist eine der grundlegenden Maximen von KUKA. Dies gilt auch für das Zusammenwirken zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.

Entsprechenserklärung

Die Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat, die seit 2002 in jedem Geschäftsjahr abgegeben worden sind, sind jeweils auf den Internetseiten der Gesellschaft www.kuka-ag.de allen Interessenten zugänglich gemacht worden.

Die gleich lautenden Erklärungen des Vorstands vom 16. Februar 2011 und des Aufsichtsrats vom 1. März 2011 nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG und nach Maßgabe des CGK lauten wie folgt:

„Die KUKA Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärungen des Vorstands (2. März 2010) und des Aufsichtsrats (5. März 2010) den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit deren Geltung in der Fassung vom 26. Mai 2010, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 2. Juli 2010, entsprochen und entspricht diesen mit folgenden Ausnahmen:

  1. Die KUKA Aktiengesellschaft weicht für den Aufsichtsrat von der Empfehlung in Ziffer 3.8 Satz 5 CGK ab. Die als Gruppenvertrag abgeschlossene D&O-Versicherung sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats keinen Selbstbehalt vor. Die KUKA Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder nicht erforderlich ist, um diese zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Überwachungsaufgabe anzuhalten.
  2. Abweichend von Ziffer 4.2.3 Satz 3 CGK erhielt das zum 31. Dezember 2010 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Bickel nur ein Fixgehalt und keinen variablen Vergütungsbestandteil. Die Zahlung einer variablen Vergütung erschien der Gesellschaft nicht geboten, weil die Bestellung von Herrn Dr. Bickel zum Mitglied des Vorstands von Anfang an zeitlich befristet war. Nach Ansicht der KUKA Aktiengesellschaft kann bei einer Tätigkeit für einen derart kurzen Zeitraum durch variable Vergütungskomponenten keine sinnvolle langfristige Anreizwirkung erzielt werden.
  3. Abweichend von Ziffer 4.2.3 Satz 11 CGK enthielt der Vorstandsvertrag mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Dr. Bickel keine Vereinbarung eines Abfindungs-Caps. Die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps in dem Vorstandsvertrag mit Herrn Dr. Bickel erschien der Gesellschaft angesichts der zeitlich beschränkten Laufzeit des Vertrages entbehrlich. Ebenso sah zunächst der Vorstandsvertrag mit dem Vorstandsmitglied Dr. Reuter angesichts seiner zunächst zeitlich begrenzten Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden gemäß § 105 Abs. 2 AktG bis zum 25. April 2010 keine Vereinbarung eines Abfindungs-Caps vor.
  4. Abweichend von Ziffer 5.4.6 Satz 4 CGK erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ausschließlich eine feste Vergütung. Der Aufsichtsrat ist nach Prüfung verschiedener Vergütungsmodelle der einhelligen Überzeugung, dass für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Überwachungspflichten und die hierfür erforderliche Unabhängigkeit und Neutralität des Aufsichtsrats allein eine feste Vergütung sachdienlich ist.

Im Übrigen erfüllt die KUKA Aktiengesellschaft auch nahezu alle Anregungen, welche der Kodex enthält.

Die gleich lautenden Erklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind seit dem 2. März 2011 im Internet auf der Webseite der Gesellschaft www.kuka-ag.de zugänglich.

Führungs- und Unternehmens Struktur

Der KUKA Konzern besteht aus der KUKA Aktiengesellschaft, welche die geschäftsleitende Holding des Konzerns darstellt, und den beiden Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Sämtliche Konzerngesellschaften sind – bis auf einige Ausnahmen – den beiden Führungsgesellschaften KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH zugeordnet und werden von diesen unmittelbar oder mittelbar überwiegend zu 100 % gehalten. Diese rechtliche Organisation umfasst auch die KUKA Laboratories GmbH, in welcher der Bereich „Advanced Robotics“ gebündelt ist. Rechtlich ist die KUKA Laboratories GmbH zwar eine 100%-ige Tochtergesellschaft der KUKA Roboter GmbH, gleichwohl übt die KUKA Laboratories GmbH ihre geschäftlichen Aktivitäten unmittelbar unter Führung der KUKA Aktiengesellschaft aus.

Zwischen den Geschäftsbereichen werden in den Markt- und Produktionsfeldern sowie bei Kunden und der geografischen Ausrichtung Gemeinsamkeiten identifiziert und intensiv weiterentwickelt. Davon unberührt bleibt, dass die Geschäftsbereiche für ihr Geschäft und damit auch für ihr Ergebnis verantwortlich sind. Ebenso erfolgt, wie bisher, die Kontrolle der Umsetzung der Zielvorgaben durch das Projekt- und Risikomanagement, durch eine ausgeprägte kennzahlenorientierte Führung sowie durch Führungskräfteentwicklung und Markenstrategie.

Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft bestand ab dem 1. Januar 2010 aus drei Personen, nämlich dem Vorstandsvorsitzenden (CEO), dem Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO) sowie dem Vorstand für Restrukturierung und Organisation (COO). Das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Bickel (COO) war dabei von Anfang an zeitlich begrenzt und hat zum 31. Dezember 2010 geendet.

Seit dem 1. Januar 2011 besteht der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft wiederum aus zwei Personen, nämlich dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) und dem Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO). Die Satzung der KUKA Aktiengesellschaft sieht ausdrücklich vor, dass der Vorstand aus zwei Personen bestehen kann (§ 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft).

Verantwortungsvolles Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Hierfür arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und die hierfür ergriffenen Maßnahmen. Dabei geht der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein und erläutert die Gründe, die zu diesen Abweichungen geführt haben. Die Berichterstattung des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat umfasst auch das Thema der Corporate Compliance. Für bedeutende Geschäftsvorgänge enthalten die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Näheres zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat kann dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden.

Im Berichtsjahr 2010 bestanden keine Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wurden der Gesellschaft nicht angezeigt.

Herr Dr. Bickel war bis zum 31. Dezember 2010 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft und ist ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung der Beratungsgesellschaft Alvarez & Marsal Deutschland GmbH, die im Auftrag der Gesellschaft noch bis zum 31. März 2011 tätig ist. Die Bestellung und der Abschluss des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Bickel sowie die Beauftragung der Beratungsgesellschaft Alvarez & Marsal Deutschland GmbH durch die Gesellschaft erfolgte nach eingehender Prüfung der Vertragsbedingungen durch den Personalausschuss und den Aufsichtsrat. Im Falle eines Interessenkonflikts war Herr Dr. Bickel verpflichtet, den Interessen der KUKA Aktiengesellschaft Vorrang einzuräumen. Herr Dr. Bickel durfte deshalb an keinen Entscheidungen der Geschäftsführung der Alvarez & Marsal Deutschland GmbH mitwirken, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen.

Vorstand

Im Geschäftsjahr 2010 bestand der Vorstand aus drei Mitgliedern mit folgender Ressortverteilung:

Herr Dr. Till Reuter, Vorsitzender des Vorstands (CEO), ist für die Ressorts (i) Investor Relations, (ii) strategische Unternehmensentwicklung, (iii) Öffentlichkeitsarbeit, (iv) obere Führungskräfte des Konzerns, (v) Revision und (vi) Recht / Compliance zuständig.

Herr Stephan Schulak, Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO), ist für die Ressorts (i) Finanzen und Controlling, die die Bereiche Accounting, Controlling, Treasury und Taxes umfassen, sowie (ii) Personal verantwortlich. Zudem ist Herr Schulak Arbeitsdirektor der KUKA Aktiengesellschaft.

Herr Dr. Walter Bickel, Mitglied des Vorstands (COO), war im Geschäftsjahr 2010 mit dem Aufgabenbereich „Restrukturierung und Organisation“ betraut. In dieser Funktion war Herr Dr. Bickel verantwortlich für die Bereiche (i) Risk Management, (ii) IT und (iii) Facility Management.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Bickel aus dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 hat Herr Schulak ab dem 01. Januar 2011 die Bereiche von Herrn Dr. Bickel übernommen.

Die Mitglieder des Vorstands treten in der Regel mindestens alle 14 Tage zu einer Sitzung zusammen und halten darüber hinaus ständig engen Kontakt. Im Vorstand werden Interessenkonflikte vermieden. Es hat im Berichtsjahr keine Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern gegeben.

Entsprechend den Vorgaben des CGK (Ziffer 4.1.5) achtet der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Hierzu hat der Vorstand unter dem Namen „Female Inspiration“ ein Programm beschlossen, durch das der Anteil von Frauen in Führungspositionen im KUKA Konzern nachhaltig erhöht werden soll.

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands wird in dem nachfolgenden Vergütungsbericht dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist nach dem Mitbestimmungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus zwölf Mitgliedern; jeweils sechs Mitglieder sind von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählt.

Die Wahl der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat fand am 15. April 2008 statt. Das Ergebnis der Wahl wurde am 24. April 2008 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Amtsperiode der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat begann unmittelbar nach Beendigung der Hauptversammlung am 15. Mai 2008 und endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013.

Nachdem die Herren Dr. Rolf Bartke, Dr. Reiner Beutel, Dr. Herbert Meyer und Dr. Helmut Leube mit Wirkung zum 18. September 2009 ihre Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrats niedergelegt hatten, wurden die Herren Prof. Dr. Dirk Abel, Prof. Dr. Uwe Loos, Dr. Uwe Ganzer und Guy Wyser-Pratte zunächst durch Beschluss des Amtsgerichts Augsburg vom 18. September 2009 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt. Entsprechend dem Beschluss des Amtsgerichts Augsburg endete die Amtsperiode von Herrn Prof. Dr. Abel, Herrn Prof. Dr. Loos, Herrn Dr. Ganzer und von Herrn Wyser-Pratte mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2010, weshalb die zuvor genannten Aufsichtsratspositionen neu zu besetzen waren.

Darüber hinaus hatte Herr Dr. Reuter sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats aufgrund seiner Bestellung zum Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft gemäß § 105 Abs. 2 AktG am 29. September 2009 niedergelegt. Sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats ruhte zunächst. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2010 wurde Herr Dr. Reuter sodann bis Ende 2013 zum Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden bestellt. Aus diesem Grund legte Herr Dr. Reuter am 26. April 2010 sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats nieder. Diese Aufsichtsratsposition war somit neu zu besetzen, weshalb die Grenzebach Maschinenbau GmbH nach vorheriger schriftlicher Ankündigung und mit Unterstützung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft am 29. April 2010 vorschlug, Herrn Dr. Michael Proeller als Nachfolger von Herrn Dr. Reuter zum Mitglied des Aufsichtsrats zu wählen.

Die ordentliche Hauptversammlung am 29. April 2010 wählte Herrn Prof. Dr. Abel, Herrn Prof. Dr. Loos, Herrn Dr. Ganzer, Herrn Wyser-Pratte sowie Herrn Dr. Proeller mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2010 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Gemäß § 10 Abs. 4 Satz 1 der Satzung der Gesellschaft dauert die Amtszeit der durch die Hauptversammlung am 29. April 2010 neu gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats für den Rest der Amtsdauer der ausgeschiedenen Mitglieder, d. h. bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013.

Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner Sitzung am 14. Dezember 2010 intensiv mit den in Ziffer 5.4.1 CGK aufgeführten Anforderungen an „Vielfalt“ (Diversity). Im Ergebnis hat der Aufsichtsrat folgende Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung, die auch bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigt werden sollen, festgelegt:

  1. Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder sollen über branchenspezifische Erfahrungen verfügen.
  2. Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll in besonderem Maße über im Ausland erworbene berufliche Erfahrungen verfügen.
  3. Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder sollen weder Organe, Angestellte noch Berater von Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder anderen Geschäftspartnern der Gesellschaft sein.
  4. Aufsichtsratsmitglieder sollen in der Regel zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 35. Lebensjahr überschritten und das 73. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.
  5. Die Kandidatur entsprechend qualifizierter Frauen ist zu prüfen. Binnen zwei Wahlperioden sollen mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder weiblich sein.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats in maßgeblicher Position bei wichtigen Geschäftspartnern tätig waren oder sind, erfolgten Geschäfte mit diesen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.

Dem Aufsichtsrat gehören nach seiner Einschätzung eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat gewährleistet ist. Die Unabhängigkeitskriterien von Ziffer 5.4.2 CGK sind damit erfüllt. Herr Dr. Ganzer verfügt als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats und dessen Prüfungsausschusses über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Es hat im Berichtsjahr keine Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern gegeben. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Dies sind:

  1. der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG,
  2. der Personalausschuss,
  3. der Prüfungsausschuss (Ziffer 5.3.2 CGK),
  4. der Nominierungsausschuss (Ziffer 5.3.3 CGK),
  5. der Strategie- und Entwicklungsausschuss sowie
  6. der Technologie- und Produktionsausschuss

Gemäß den Bestimmungen des Corporate Governance Kodex hat sich der Aufsichtsrat bzw. der Prüfungsausschuss mit Compliance-Fragen befasst und der Vorstand hat insoweit an dieses Gremium berichtet.

Es ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich unterrichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Schließlich ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Kodex ergeben (Ziffer 7.2.3 CGK). Der Abschlussprüfer hat den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2010 auftragsgemäß einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Auch im vergangenen Jahr hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit (Ziffer 5.6 CGK) auf Basis der Bestimmungen des Corporate Governance Kodex überprüft. Der Aufsichtsrat hatte eine wissenschaftliche Begleitung der Effizienzprüfung des Gremiums durch die Universität Witten / Herdecke beschlossen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte in den Jahren 2008 bis 2010 im Rahmen des Forschungsprojekts „High Performance Boards – Qualität und Effizienz im Aufsichtsratsgremium“ durch das Institut für Corporate Governance der Universität Witten / Herdecke. Über die Ergebnisse der Prüfung ließ sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 29. April 2010 berichten.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird in dem nachfolgenden Vergütungsbericht dargestellt.

Aktienbesitz

Dem Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden Dr. Till Reuter werden Aktien in einem Umfang von insgesamt 1,49 % der von der KUKA Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien zugerechnet. Einzelheiten hierzu können dem Lagebericht entnommen werden.

Dem Aufsichtsratsmitglied Guy Wyser-Pratte werden Aktien in einem Unfang von insgesamt 4,74 % der von der KUKA Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien zugerechnet.

Die übrigen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1 % der ausgegebenen Aktien.

Corporate Compliance

KUKA hat von jeher einen hohen Standard ethischer Grundsätze. Wesentliche Bestandteile hiervon sind rechtstreues und wertorientiertes Verhalten. Vor diesem Hintergrund ist das vom Vorstand im November 2007 verabschiedete und vom Aufsichtsrat im Dezember 2007 gebilligte Corporate Compliance Programm zum 1. Februar 2008 konzernweit in Kraft getreten. Wesentliche Inhalte des Corporate Compliance Programms sind im Corporate Compliance Handbuch enthalten, welches mehrere compliancerelevante Richtlinien umfasst. Das Corporate Compliance Handbuch wurde im Geschäftsjahr 2010 überarbeitet und aktualisiert; es tritt in seiner neuen Fassung am 1. April 2011 in Kraft.

Gemäß eines Beschlusses des Vorstands hat der Vorsitzende des Vorstands die oberste Zuständigkeit für das Corporate Compliance Programm. Es wurde ein Compliance Committee, bestehend aus konzernangehörigen Personen, zur Steuerung, Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung des Corporate Compliance Programms etabliert. Des Weiteren wurden in den Konzerngesellschaften für die einzelnen Geschäftsbereiche und nach Regionen unterteilt Compliance Officer unterhalb des Compliance Committees etabliert. Die Compliance Officer sollen den Mitarbeitern als direkte und (Erst-)Ansprechpartner für compliancerelevante Themen dienen. Zusätzlich wurde die Stelle eines externen Ombudsmanns eingerichtet. Die Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern wurde auch im Jahr 2010 weiterentwickelt und fortgeführt.

Hauptversammlung

Die ordentliche Hauptversammlung 2011 wird am 26. Mai 2011 in Augsburg stattfinden.

Jede Aktie hat eine Stimme. Es sind Stückaktien ausgegeben und Globalurkunden erstellt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Der Vorstand erleichtert den Aktionären ihre Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung dadurch, dass er ihnen anbietet, von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertretern weisungsgebundene Vollmachten zu erteilen. Die von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter sind auch in der Hauptversammlung für dort anwesende Aktionäre erreichbar. Daneben ist auch die Bevollmächtigung von Kreditinstituten, Aktionärsvereinigungen und sonstigen Dritten möglich.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung erfolgt für den KUKA Konzern seit dem Jahr 2004 nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Accounting Standards (IAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses werden von einem unabhängigen Abschlussprüfer durchgeführt, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die ordentliche Hauptversammlung 2010 die PriceWaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt / Main, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 sowie für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts des Geschäftsjahres 2010 gewählt. Auf der Grundlage des vorgenannten Beschlusses ist der Halbjahresfinanzbericht 2010 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen worden.

Die Prüfung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrages an ihn, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Vereinbarung des Honorars sind entsprechend den Bestimmungen des Corporate Governance Kodex vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgenommen worden.

Chancen- und Risikomanagement sowie Controlling

Das Chancen- und Risikomanagement des KUKA Konzerns ist im Kapitel Risikobericht des Geschäftsberichts dargestellt. Es ist nach den gesetzlichen Bestimmungen darauf ausgerichtet, existenzgefährdende Risiken für den KUKA Konzern und seine operativen Gesellschaften frühzeitig zu erkennen, um Maßnahmen zur Risikominimierung, Risikoüberwälzung und Risikovermeidung ergreifen zu können. Die Risikostrategie und Risikopolitik orientiert sich insbesondere an den Geschäftsrisiken, den finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der Fremdwährungsrisiken und den spezifischen Risiken der Geschäftsbereiche jeweils auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht. Insbesondere der Bereich Controlling ist ein wesentliches Instrument für das effiziente Risikomanagement des KUKA Konzerns.

Das Chancen- und Risikomanagement ist auch im Jahr 2010 weiter optimiert worden. Es ist ständige Aufgabe des Vorstands, das Chancen- und Risikomanagement an neue Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassen.

Finanzpublizität

Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre, die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die Medien über die Lage sowie über wesentliche Geschäftsergebnisse, insbesondere durch Quartalsfinanzberichte, den Halbjahresfinanzbericht, den Geschäftsbericht, die Bilanzpressekonferenz über den Jahresabschluss und die jährlich stattfindende ordentliche Hauptversammlung. Hinzu kommen das Jährliche Dokument nach § 10 WpPG, Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG, Mitteilungen nach § 15a WpHG (Director’s Dealings) und nach § 26 WpHG (Veröffentlichungen von Mitteilungen von Aktionären und Inhabern bestimmter Finanzinstrumente), Analystenkonferenzen, Gespräche mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland sowie sonstige Pressemitteilungen.

Alle Informationen erfolgen auch in englischer Sprache und werden zeitgleich im Internet veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung werden im Finanzkalender publiziert, der im Geschäftsbericht auf der hinteren Umschlagsseite und im Internet unter www.kuka-ag.de zu finden ist.

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