Wachstumsmarkt BRIC-Staaten

Wachstumsmarkt BRIC-Staaten

KUKA Systems auf Überholspur in den BRIC-Staaten

Die fantastischen Vier

Vier Staaten prägen die Dynamik der Weltwirtschaft: Brasilien, Russland, Indien und China, kurz BRIC. Mit Unterstützung der BRIC-Länder ist im vergangenen Jahr auch der weltweite Automobilmarkt wieder in Fahrt gekommen. Hersteller und Zulieferer investieren und bauen dort ihre Produktionsanlagen kräftig aus. Davon profitiert KUKA. Vor allem für den Geschäftsbereich Systems dienen die Automobilprojekte als Türöffner. Eine große Chance: Denn die Automatisierung von Fertigungsprozessen steht in diesen Ländern oftmals noch am Anfang.

KUKAs Ausgangsposition in den Wachstumsmärkten ist exzelent. Wo immer sich die großen Automobilhersteller und deren Zulieferer niederlassen, um in den Märkten kundennah zu produzieren, ist KUKA System nicht weit. Geliefert werden vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems nutzt dieses Projektgeschäft auch für die eigene Expansion. So wurde 1997 eine Landesgesellschaft in Brasilien, 2000 in China, 2006 in Indien und 2007 in Russland gegründet. Schritt für Schritt folgte der Ausbau der lokalen Standorte. Dabei geht KUKA stets nach dem gleichen Prinzip vor: Zunächst wird ein Stamm an qualifizierten Service- und Vertriebsmitarbeitern aufgebaut und Know-how und Technologie aus Augsburg weitergegeben, um möglichst zügig die Verantwortung an einheimische Manager zu übertragen. Deren Aufgabe besteht dann darin, vor Ort neue Kunden zu gewinnen und Märkte außerhalb der Automobilbranche zu erschließen.

LINKS: Karosseriefertigung für den legendären Jeep Wrangler im amerikanischen Toledo.
RECHTS: Höchste präzision für sichere Verbindungen - die KUKA Qualität der Rohbauanlagen ist weltweit gefragt.

Internationale Wertschöpfung

Typisch für die ersten Projektaufträge in einem neuen Land ist, dass die Wertschöpfung noch hauptsächlich in Deutschland erfolgt und mit den Folgeaufträgen dann immer höhere Wertschöpfungsanteile auf den jeweiligen Absatzmarkt übertragen werden. Insbesondere bei komplexen Großprojekten sind Konstruktion und Produktion der Anlage häufig noch in Augsburg angesiedelt. Dort werden Kernstationen bzw. ganze Montagelinien aufgebaut, getestet und abgenommen, bevor sie zum Kunden transportiert und in Betrieb genommen werden. Bei der Endmontage kommen gemischte Teams aus deutschen und lokalen Mitarbeitern zum Einsatz, wobei der Anteil an einheimischen Fachkräften mit der Anzahl der Projekte wächst. Viele von ihnen sind in Augsburg ausgebildet und geschult worden. Je erfahrener die Teams vor Ort sind, umso eigenständiger agieren sie. Das Ziel sind Landesgesellschaften mit lokalem Personal und hoher lokaler Wertschöpfung.

Weltkarte KUKA
Die Schwellenländer haben sich inzwischen zu interessanten Absatzmärkten entwickelt. Neben neuen Montagelinien setzen die Hersteller auch auf die Steigerung der Produktivität durch eine höhere Automatisierung.

China

Unser Tochterunternehmen mit Sitz in Shanghai, eine 100%ige Tochter von KUKA Systems GmbH, besteht seit zehn Jahren und agiert mittlerweile unter chinesischer Leitung. Das Wachstumspotenzial ist enorm: Das Land ist inzwischen zum größten Automobilmarkt der Welt aufgestiegen. Mit dem Marktführer VW pflegt KUKA seit Jahren enge Geschäftsbeziehungen. Zu den wichtigen Aufträgen im vergangenen Geschäftsjahr zählte unter anderem eine Rohbauanlage für den Unterboden eines Fahrzeugs. Für das Ford-Werk in Rayong im benachbarten Thailand entsteht bis Ende 2011 eine komplette Produktionsanlage für die Karosserie des Modells Focus, der für den thailändischen und den gesamten asiatischen Markt bestimmt ist. Dieses Großprojekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie die internationalen Standorte von KUKA Hand in Hand arbeiten. Eingefädelt wurde der Auftrag vom chinesischen Vertrieb, unterstützt von amerikanischen Kollegen in Detroit /USA, wo sich auch die Konzernzentrale von Ford befindet. Von dort erfolgt auch die Projektsteuerung, während ein chinesisches Team die Kundenbetreuung in Asien übernommen hat. Anlageningenieure aus Augsburg leisten zudem technische Unterstützung.

Brasilien

Einen weiteren Großauftrag erhielt KUKA 2010 aus Brasilien, wo das Unternehmen an zwei Standorten präsent ist. Für einen internationalen Automobilhersteller plant und realisiert KUKA dort die komplette Karosserierohbauanlage, auf der mehrere Varianten des geplanten Fahrzeugmodells hergestellt werden können. Das hoch flexible Produktionssystem wird zur Fertigung des Unterbodens, der Seitenwände, der Rahmen und der Anbauteile des Modells eingesetzt.

Indien

In Indien ist KUKA an drei Standorten vertreten. Nach China weist dieser Markt das höchste Wirtschaftswachstum auf. Für VW und den indischen Konzern Tata wickelte KUKA in den vergangenen Jahren große Automobilaufträge ab. Aktuelle Projekte laufen im Nutzfahrzeugbereich, etwa für den Tata Penguin, einen Kleintransporter. Außerdem entsteht im Auftrag eines europäischen Herstellers die Rohbauanlage für eine LKW-Kabine. Aus Deutschland wird die automatisierte Hauptlinie links: Blan volor sum veliquatem verci blam et, sim irilla cor augiam delenissit, qui tincin hent. La alisi. quisse dunt ex ent essequat el duisi. Pis et vulla coreetum nonum vel utatinim venim ipisi. Oben: Gueratio consecte feugiat, se del ut autat. Sandre vel utatio delent lor inim zzriuscing quat. Praesequisim veniam, consequat do exero con vel et, 12 KUKA Geschäftsbe richt 2010 geliefert, KUKA Indien leitet das Gesamtprojekt und liefert die überwiegend manuellen Linienbereiche. Dabei wird die gesamte Anlage zunächst bei KUKA Indien aufgebaut, getestet und abgenommen, bevor sie beim Kunden installiert wird.

Russland

An zwei Standorten ist KUKA in Russland präsent. Weil das Unternehmen in vielen Automobilanlagen gezeigt hat, dass es große Projekte erfolgreich stemmen kann, gelang ihm der Durchbruch außerhalb dieser Branche mit einem Großauftrag im Schienenfahrzeugbau. Für den russischen Eisenbahnwaggonhersteller TVSZ realisierte KUKA im vergangenen Jahr von Augsburg aus eine hoch automatisierte Schweißlinie für den Bau von Waggons. Auf dieser Anlage sollen jährlich rund 10.000 Waggons entstehen. Damit verbunden ist der Aufbau einer lokalen Servicestation, die die Versorgung mit Originalersatzteilen gewährleistet.

Treiber für Investitionen in Automationsanlagen

Vieles spricht dafür, dass der Automobilsektor sein Wachstum in den kommenden Jahren fortsetzen wird. 2011 sollen weltweit rund 376, im Jahr darauf 378 neue Modelle vom Band laufen – eine Modellvielfalt, die eine hohe Nachfrage nach flexiblen Produktionsanlagen auslöst, auf denen mehrere Varianten eines Modells produziert werden können. KUKA Systems ist hier führend. In den westlichen Industrienationen verleihen zudem regulatorische Anforderungen nach verbrauchsärmeren und leichteren Fahrzeugen dem Markt neue Impulse. Gut für den Anlagenbau: Denn kommen neue Werkstoffe oder Elektro- und Hybridantriebe ins Spiel, zieht das veränderte Prozesssegmente und neue Produktionssysteme nach sich.

Die großen Automobilhersteller bauen derzeit ihre Produktion in den BRIC-Ländern deutlich aus. Denn die Schwellenländer haben sich inzwischen zu wichtigen Absatzmärkten entwickelt. Neben neuen Montagelinien setzen die Hersteller auch auf die Steigerung der Produktivität durch eine höhere Automatisierung: Zwar sind die Fertigungslinien im Automobilbau weltweit nach identischem Prinzip aufgebaut, sie werden in den Schwellenländern jedoch aufgrund des vergleichsweise niedrigen Lohnniveaus noch weitgehend manuell betrieben. Steigende Löhne treiben aber auch hier den Trend zur Automatisierung voran. Ein Trend, der KUKA entgegenkommt.

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